Die ursprünglich für dieses Jahr angedachte Europatour des Trans-Siberian Orchestra muss aufgrund von “logistischen” Problemen leider abgesagt beziehungsweise auf das Jahr 2011 verschoben werden. Das berichtet das österreichische Heavyzine Stormbringer. Wer das Orchester kennt, der weiß sicher auch, dass gerne mit ausladenden Bühnenshows aufgetreten wird. Da haben die Jungs dann auch einen Hang zum Perfektionismus. Da derzeit auch noch an einem Broadway Musical (Muscheltaucher.com berichtete) gearbeitet wird, eventuell etwas neues von Savatage kommen soll und bis Mitte Mai noch eine US-Tour ansteht, lässt sich die Europa-Tour anscheinend nicht mehr so einfach unter den gleichen Hut bringen. Schade. Nach vielen Jahren des Wartens wäre es wirklich mal Zeit gewesen, die Europäischen Fans zu besuchen. Bleibt zu hoffen, dass aufgeschoben wirklich nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist.
Das Trans-Siberian Orchestra hat auf der Homepage offiziell bestätigt, dass es nun erstmals eine Europatournee geben soll. Gespielt wird dabei das komplette Album “Beethoven’s Last Night” und Songs des neuen Albums “Night Castle”. Wann genau es los gehen soll, ist noch nicht ganz klar – auf der offiziellen Seite wird aber von einer Springtour – also Frühling – gesprochen. Damit kommt das Orchester, das als Nachfolger der Metallegende Savatage gilt, erstmals in seiner fast fünfzehnjährigen Geschichte nach Europa. Karten scheint es ab 1. Februar zu geben. Hier der Originaltext:
“Happy New Year! We want to wish you all a great 2010 and thank you for coming out to the shows this year. TSO would like to thank our friend Joe Walsh for joining us on a few dates. We have a lot of exciting stuff in the works this year, beginning with what will be our first ever Spring Tour! TSO will be performing Beethoven’s Last Night in its entirety along with songs from Night Castle. We wanted to bring it all back home so we are going to play intimate theatres in the US as well as our first ever tour of Europe! Tickets for the US shows are going to be available exclusively to the Fan Club. Please make sure you are signed up by February 1st. We expect to have everything solidified in the next week or so. As soon as everything is confirmed we will be posting the dates. So keep checking back. This is going to be a very busy 2010 and believe us, we are just getting started!”
Es gibt es auch neues aus dem Savatage-Lager: Wie das Classic Rock Magazine berichtet arbeiten Paul O’Neill und Jon Oliva derzeit an einer Broadwayumsetzung des 1989 erschienenen Albums Gutter Ballet: “We want to take it back to the original blues, gospel, Motown sound. For Savatage, you’ve got to metal it up. Jon and I are kind of psyched to be doing it because Broadway is something we’ve always wanted to take on”, so O’Neill. Weiterhin ist Re-Release von “Poets & Madmen“, ein weiteres Best-Of-Album (weitere Infos bei Whiskey Soda) und möglicherweise sogar ein komplett neues Album geplant! (Quelle: The News Star)
Gestern Abend hat die grandiose Kapelle Petra wieder in Köln aufgespielt, diesmal im ziemlich vollen Underground. Als ich die Band das erste Mal in Bielefeld gesehen hatte, waren vielleicht 30 Leute da. Mit einem ähnlich überschaubaren Publikum hatte auch diesmal gerechnet, aber weit gefehlt. Das Underground war wirklich gut besucht.
Kapelle Petra während “Gewitter” im Underground
Wer die Kapelle kennt, der weiß was man von dieser Band erwarten kann. Immerhin beschreibt sich die Kombo selbst als “eine optische Kreuzung aus Fips Asmussen und Sepultura – akustisch so, als hätten Funny van Dannen und Helge Schneider Tocotronic beigebracht, wie man gute Musik macht.” Und meine Erwartungen wurden erfüllt: Die Show war erstklassig und die Bühnenskulptur namens Gazelle war immer ganz vorne mit dabei, ob als Baum bei “Gewitter”, als Polonaisenanführer bei “Pausenmusik”, als Dudelstaubsaugerspieler bei “Wo ich gern mal wär”. Die Kapelle hat gerockt. Als bei “Alles verkauft” sogar die Bühne vom Publikum gestürmt wurde, reagierte der Opa – der zu diesem Zeitpunkt als einziger auf der Bühne war – erstaunlich gelassen, während Ficken Schmidt und der tägliche Siepe, die kurzzeitig draussen waren, etwas irritiert um die Ecke schauten. Und obwohl Ficken Schmidt sich am Anfang einige Patzer erlaubte, bekam er am Ende doch noch sein Lied gespielt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Kapelle sich in der Zeit seit dem Auftritt in Bielefeld (das muss 2004 im Bunker gewesen sein), positiv weiterentwickelt hat. Die Show stimmt und es macht Spaß dabei zu sein. Gleichzeitig hat die Band ihren Stil beibehalten, insbesondere, wenn es um die Texte geht. Die sind nach wie vor irgendwie bescheuert und gleichzeitig genial. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.
Der Sound beim Konzert war insgesamt meiner Meinung nach okay, allerdings ein kleines bisschen zu laut, aber noch okay. Das kleine Feedback, was einmal auftauchte, störte wenig. Man kann nur hoffen, dass dem Opa nicht wieder die Gitarre geklaut wurde, wie beim letzten Auftritt in Köln. Fazit: Wenn die Kapelle mal in der Nähe spielt, sollte man sich das nicht entgehen lassen!
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