Restrepo
- June 22nd, 2010
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Archive for the ‘Videos’ Category
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach der ersten Sendung von Deutschland von oben zum Thema “Stadt” sehr begeistert war. Umso enttäuschter war ich aber von der heutigen Ausgabe zum Thema “Land”. Anstatt uns beeindruckende Bilder von Deutschland zu präsentieren, konzentrierte sich dieser Teil der Reihe – entgegen der Ankündigung – auf die Dokumentation des Lebens von Steinadlern in den Alpen, Storchen, Zugvögeln und der Suche nach Rotwild. Lediglich ein paar kurze Szenen zu Stau, dem Flughafen, Landwirtschaft und Elbe passten thematisch ins Bild. Thema verfehlt. Setzen, sechs! Meiner Meinung nach passt das prima in Tierdokumentationen, wenn aber unbekannte Einblicke in das Land und die Landschaften versprochen werden, diese dann aber nur am Rande als Füllmaterial verwendet werden, ist das sehr schade. Bleibt zu hoffen, dass der dritte Teil wieder so gut wird, wie der Erste.
Durch Zufall bin ich gestern über die neue Terra-X-Serie im ZDF gestoßen. “Deutschland von oben” zeigt beeindruckende Bilder nach dem Vorbild des BBC-Formats “Britain from above”. Die Idee ist dementsprechend nicht neu, aber die Bilder sind nicht weniger faszinierend. Die erste Folge ist in der ZDF-Mediathek verfügbar. Folge zwei läuft am 30. Mai, Folge drei am 6. Juni. Eine DVD dazu ist geplant – ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
Deutschland von oben:
Britain from above:
Der erste Weihnachtstag eignet sich hervorragend, um ins Kino zu gehen. Und was bietet sich da besser an, als ein Zombiefilm? So hatten wir uns in diesem Jahr entschieden Zombieland, das Regiedebut von Ruben Fleisher, anzusehen. In den USA hatte der Film innerhalb kürzester Zeit 60 Millionen Dollar eingespielt und gilt damit als bisher kommerziell erfolgreichste Zombiefilm – noch vom dem Dawn of the Dead Remake von Zack Snyder aus dem Jahr 2004.
Der Film behandelt das apokalyptische Thema einer Zombieepidemie in den USA. Eine typische Anti-Utopie. Leider werden die Verhältnisse in den anderen Staaten der Erde nicht explizit erwähnt. Es mag aber gut sein, dass dort ebenfalls Zombies herumvagabundieren. Die USA werden zumindest als “United States of Zombieland” vorgestellt. Nun aber zum Film selbst. Der Held des Films, dessen richtigen Namen man nicht erfährt – jeder wird nach seinem Herkunfts- oder Zielort benannt -, hört auf den Namen Columbus (nach der Stadt Columbus in Ohio) und wird gespielt von Jesse Eisenberg. Man könnte ihn als den typischen Nerd bezeichnen, der zuhause sitzt, World of Warcraft spielt, Pizza verschlingt, keine Freunde hat und von Frauen nur träumen kann. Durch seine Übervorsichtigkeit gelingt es im jedoch, nicht von Zombies gebissen zu werden – was ihm bei der ersten Begegnung mit einem Zombie allerdings nur knapp gelang. Auf dem Weg nach Columbus in Ohio trifft er auf Tallahassee, einen echten Draufgänger, der zwar kein direktes Ziel hat, aber schnell noch alle Twinkies essen möchte, bevor deren Verfallsdatum abläuft. Auf der Suche nach eben jenen Twinkies fallen die beiden im Supermarkt auf den Trick zweier Schwestern rein, die sich bereits vor der Epidemie mit Betrug durchgeschlagen haben. Trotz verschiedenster Komplikationen, die dies mit sich bringt, fahren alle vier gemeinsam nach Beverly Hills, in das Haus von Bill Murray, der einen hervorragenden Cameo-Auftritt bietet. Das große Finale spielt sich im fiktiven Freizeitpark Pacific Playland ab.
Besonderen Witz erhält der Film durch die 47 Überlebensregeln, von denen allerdings nur wenige Erwähnung finden. Aber immer, wenn eine dieser Regeln angewendet wurde, so erscheint sie irgendwo im Hintergrund. Somit wird das ganze zu einem gelungenen Running-Gag. Insbesondere die Spannungen zwischen Columbus und Tallahassee sowie zwischen den beiden Männern und den Schwestern geben regelmäßig Grund zum Lachen. Die Story ist an sich gut durchdacht, wenn auch das Finale im Freizeitpark gegenüber dem Rest des Films eher schwächelnd daher kommt.
Aufgrund der Effekte mit kotzenden, bluttriefenden, spuckenden Zombies ist der Film sicher nichts für zarte Gemüter, aber für Zombiefans auf jeden Fall ein Muss. Ich denke, wer Snyder’s Remake von Dawn of the Dead mochte, der wird diesen Film lieben. Ich habe vergangene Woche auch Avatar von James Cameron gesehen, der zwar mit vielen Effekten aufwartet, aber von der Story doch sehr einfach und voraussehbar ist. Keine Frage, die Story von Zombieland ist auch einfach – aber bei einem Zombiefilm erwarte ich auch nicht mehr. Avatar wirkt für mich, als hätte man eine einfache Story stricken müssen, die jedem gefällt, damit man die enormen Produktionskosten wieder reinbekommt. Sollte ich mich für einen von beiden entscheiden müssen, dann ist Zombieland für mich auf jeden Fall ein Highlight dieses Jahres. DVD wird schonmal vorbestellt.
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