Null – Vier – Null – Hamburg City: Der Fall Böse
- February 20th, 2010
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Endlich habe ich es geschafft mir “Sachenmacher” und “Treibstoff” von der Hamburger Combo “Der Fall Böse” zu napstern. Aufmerksam geworden bin ich auf die Band durch den “We love St.Pauli”-Sampler, auf dem “Der Fall Böse feat. Pensen” mit “Der Fall Tüdelband” verteten ist. Seit Der Song ist einer meiner Favoriten auf der Platte - auch wenn ich normalerweise nicht unbedingt auf HipHop, bzw. Sprechgesang stehe. Aber ehrlicherweise ist das natürlich auch nicht HipHop im klassischen Stil – insbesondere aufgrund der Blasinstrumente.
Grob basiert der Song auf dem plattdeutschen Lied “An de Eck steiht ´n Jung mit´n Tüddelband“. Davon ist allerdings nur der Refrain in bearbeiteter Fassung übriggeblieben: “An der Ecke steht n sehr alter Mann mit’n Tüdelband in der Hand / und er lächelt mich und er fragt mich ob ich das kann / ich sag, ich weiß nicht ob ich das bringe, doch ich singe / Klau’n, Klau’n, Äppel wolln wir klaun: ruck zuck übern Zaun / Ein Jeder, ein Jeder aber kann das nicht. Nein, er muss aus Hamburg sein.” Nachdem dieser Song direkt ins Ohr geht, und alte Nordlichter in Erinnerung schwelgen lässt, wollte ich auch mal den Rest von “Der Fall Böse” hören.
Insgesamt muss ich doch ein bisschen zugeben, dass mich der Stil von der Band ein wenig an die guten alten “Lecker Sachen” aus Köln erinnern, die sich ja leider Ende 2006 aufgelöst haben. HipHop gemischt mit verschiedenen anderen Stilen – in diesem Fall immer ein bisschen Funk und Jazz dabei. Insbesondere “Kleiner Held” kommt meiner Meinung nach dem Stil der Sachen sehr nahe. Und weil’s so schön ist, hier nochmal ein Soundbeispiel:
Insbesondere die Texte und die ruhigeren Stücke erinnern mich an die Kölner. Es scheint, als hätte ich endlich den (für mich) würdigen Nachfolger für die Sachen gefunden. Das neueste Album “Treibstoff” steht inzwischen schon eine Weile im Laden und ist durchaus rockiger geworden, als der Vorgänger. Mit “Bestie Bourbon” oder “Traurige Lieder” hat aber auch Treibstoff seine ruhigeren Seiten, wenn auch – bei “Traurige Lieder” – vielleicht nicht unbedingt so wie erwartet.
Als nächstes ist eine Tourdokumentation zur Tour in Australien angekündigt worden:
“Böse Down Under” – Roadmovie, Tour-Dokumentation, Psychodrama.
12 Konzerte, 9 Hamburger, 8000 Km in einem viel zu kleinen “Drecksvan” durch Australien, verpackt in 90 Minuten, von Regisseur Roman Schaible. Der Termin der Kino-Premiere wird noch gesondert bekannt gegeben. Wer aber schon mal Lust hat, sich den Film mit uns anzusehen und anschliessend noch einen Live-Auftritt erträgt, entnimmt das bitte der Tourliste, die in nächster Zeit laufend aktualisiert wird. Eine 2. Tourreihe ist für September 2010 in Planung.Dazu erscheint im Mai ein gleichnamiger Soundtrack. Eine Compilation mit exklusiver Filmmusik von DFBö und vielen einheimischen und australischen Künstlern, die unsere Wege kreuzten.
Ich bin mir sicher, dass diese Band sich noch häufiger in meiner Rotation auf dem PC, unterwegs oder im Auto wiederfinden wird. Insgesamt auf jeden Fall wert mal reinzuhören.
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