Liegt es an mir?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich falsch mache. Erst Ärger mit O2 - die mir inzwischen sogar versprochen haben, das zuviel gezahlte Geld zu erstatten – und jetzt mit 1&1. Telekommunikationsanbieter mögen mich wohl irgendwie nicht. Ich habe heute den ganzen Tag – acht Stunden lang – in meiner internetlosen Wohnung gehockt und gewartet, dass der Techniker auftaucht und mir mein Internet einrichtet. Wer kommt nicht? Genau – der Techniker. Nachfrage bei 1&1 ergibt nur, dass der gute Mann seinen Tagesabschluss bereits um 14.30 Uhr an 1&1 geschickt hat – wo er doch bis 16.00 Uhr bei mir vorbeikommen sollte – und darin steht, er hätte mich nicht angetroffen. Wie er das gemacht hat, wundert mich ein bisschen, denn ich war in dem Zeitraum nicht einmal aus dem Haus. Jetzt darf ich geschlagene zwei Wochen warten bis wieder ein Techniker kommt – und ich darf mir dann wieder einen ganzen Tag um die Ohren hauen, um auf den zu warten. Ich weiß ja nicht, wieviel Urlaub man bei 1&1 so hat, aber meiner ist begrenzt. Immerhin kriege ich nun erstmal einen UMTS-Key – das allerdings nur auf explizite Nachfrage und nicht aus Kulanz, wie man erwarten würde – nein, den darf ich für 10 Euro selber bezahlen. Und ich soll auch noch eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass ich zuhause war. Guter Kundenservice sieht wirklich anders aus.

1&1 – das Unternehmen, das mit toller Kundenzufriedenheit Werbung macht – lässt sich diesen “Service” übrigens auch noch fürstlich bezahlen: Der Spaß kostet mich nämlich geschlagene 60 Euro, da ich als Bestandskunde umgezogen bin. Die Grundgebühr läuft dabei natürlich weiter – ohne Leistung. Auch so kann man Geld verdienen. Jetzt schreibe ich mal Herrn D’Avis. Mal sehen, ob er dann wirklich persönlich vorbeikommt bis das Internet funktioniert. Ich hoffe nicht, denn ich habe eigentlich keine Lust, dass der zwei Wochen in meiner Wohnung hockt.

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Würdet ihn diesen Film sehen?

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Grenzwissenschaften: Nibiru und die Erdbeben

Vor einiger Zeit habe ich ja bereits über Nibiru geschrieben. Mit den jüngsten Erdbeben in Haiti, in Chile und in der Türkei kommen nun immer neue “Argumente”, dies seien die ersten Vorboten von Nibiru: Erdbeben, Pole-Sift, Unheil und Weltuntergang. Wie Florian Freistetter gewohnt unterhaltsam schreibt, ist das schlichtweg falsch. Im statistischen Mittel ist kein signifikanter Anstieg von Erdbeben zu verzeichnen – tatsächlich gibt es pro Jahr um die 30.000 Erdbeben.

Sehr schön ist auch diese Aussage:

Mit den Erdbeben ist das so eine Sache. Bei Esoterikern und Pseudowissenschaftlern sind sie sehr beliebt. Sie passieren immer wieder und – in unterschiedlichen Stärken – treten quasi überall auf der Erde auf. Wer also Erdbeben vorhersagt, kann sich ziemlich sicher sein, dass seine “Vorhersage” dann auch eintrifft.

Weitere Infos bei Astrodictum Simplex.

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Die Tücken der Finanzwelt

Bei Spiegel-Online stehen derzeit zwei Artikel direkt untereinander. Der eine Prominent – ein Gastkommentar. Der andere weniger Prominent – eher eine Nachricht. In beiden Artikel geht es um dasselbe Thema: Finanzwelt. In einem aber um Griechenland und in dem anderen um die Finanzkrise und die Lehman Brothers. Und eben jene beiden Artikel direkt einander zeigen zum Einen die Meinungsvielfalt, aber zum anderen auch ein wenig Schizophrenie.

“Zocken ist gerecht” ist der Titel des prominenteren Artikels – eine Lobhudelei auf die Spekulanten, die Zocker, die Investmentbanker. Der Teaser liest sich noch recht vernünftig:

Die griechische Regierung hat über Jahrzehnte Geld verschwendet – trotzdem sollen plötzlich Spekulanten schuld sein an der Krise des Landes. Eine krasse Fehleinschätzung. Wer jetzt die Spekulation verbieten möchte, verschließt die Augen vor ökonomischen Wahrheiten.

Bis hierhin merkt man vielleicht schon, wohin der Artikel steuern mag. Sicherlich sind die Spekulanten nicht für die griechische Finanzkrise verantwortlich, sondern in erster Linie griechische Politiker, die das Land über seine Verhältnisse regiert haben, aber daraus den Schluß zu ziehen, dass Spekulanten in Wahrheit die Helden sind, leuchtet mir nicht ein:

Was also ist das Besondere an den Spekulanten? In den Augen der braven Bürger sind sie vaterlandslose Gesellen. Häufig – und wohl nicht ganz zufällig – sind sie Fremde in der jeweiligen Gesellschaft. Sie versuchen, die Welt zu sehen, wie sie ist, und nicht, wie wir sie gerne hätten

und weiter

Spekulation soll gefährlich sein? Ja, aber das gilt zunächst einmal für den Spekulanten selbst. Er wettet schließlich mit seinem Geld – und kann auch verlieren, solange die Märkte nicht durch Fehlinformationen manipuliert werden. Darüber hinaus jedoch ist Spekulation vor allem für eine Gruppe gefährlich: die Mächtigen, die sich nicht bei ihren Geschäften stören lassen wollen.

Diese Aussagen sind schlichtweg falsch. Spekulanten sehen die Welt vielleicht etwas disillussionierter als der gewöhnliche Bürger, aber daraus abzuleiten, dass sie sehen, wie die Welt ist, halte ich für falsch. Sicherlich analysieren sie bestimmte Bereiche besser, aber wenn sie doch soviel wissen und so gut sind, warum nutzen sie dieses Wissen nicht beispielsweise als Journalist? In erster Linie geht es dem Spekulanten natürlich um den eigenen Vorteil. Das ist erstmal nichts schlimmes – mir geht es meist auch eher um meinen Vorteil, als den der anderen: jeder ist sich selbst der nächste. Solange der Spekulant das auch nur mit seinem eigenen Geld macht, habe ich da auch nichts gegen. Problematisch ist es aber, und das geschieht im Falle der Banken, wenn mit fremdem Geld spekuliert wird. Banken leihen sich Geld von den Kunden, die es auf ihre Konten einzahlen, und spekulieren damit. Haben sie sich verzockt und alles Geld verloren, dann haftet nicht der Spekulant – nein, die Bank meldet Insolvenz an und der Kunde schaut in die Röhre.

Und genau damit beschäftigt sich der zweite Artikel unter der Überschrift: “Lehman Brothers kaschierte Pleitegefahr mit Bilanztricks”. Dieser Artikel zeigt schön, wie die Bank mit Tricks versucht hat, weitere Kredite aufzunehmen und dafür Schulden versteckt hat. Meine Annahme ist, dass man mit Spekulationen versucht hat, mehr Gewinn zu machen, um die Schulden zurückzahlen zu können. Allein mit dem schnöden Endkundengeschäft ist das nicht möglich.

Diese sogenannten Repo-Geschäfte sind ein normaler Vorgang in der Finanzwelt. Unter dem Codenamen “Repo 105″ pervertierten die Lehman-Banker das Verfahren jedoch: Sie gaben für die Kredite höhere Sicherheiten als sie üblicherweise hätten geben müssen. In den Büchern sah es durch diesen Trick nun so aus, als ob Lehman die Vermögenswerte verkauft hätte. Der Schuldenberg schrumpfte damit rein optisch um 50 Milliarden Dollar. Tatsächlich handelte es sich aber weiter nur um einen Kredit, den die Bank manchmal nur Tage später wieder zurückzahlen musste.

Das Ende ist bekannt – Lehman ist pleite und viele Kunden sind ihr Geld los.

Obwohl ich eigentlich sehr wirtschaftsfreundlch eingestellt bin und auf die Kräfte der Märkte vertraue: Die Spekulanten, die die Welt an den Rande des Abgrunds getrieben haben, nun als unschuldige Heilige zu verehren, die nur die Welt sehen wie sie ist, und damit alles besser machen- und für Veränderungen sorgen, halte ich für verantwortungslos.

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O2 – Oder wie ich meine Kunden vergraule

In den vergangenen Wochen habe ich interessante Erfahrungen mit O2 gemacht. Um den Mitarbeitern des Unternehmens bei zukünftigen Fällen zu helfen, habe ich folgendes Merkblatt verfasst, dass als Anleitung für Kundenservice genutzt werden könnte. Das ist natürlich frei erfunden und nur als Orientierung gedacht ;-)

  1. Wenn ein Kunde kündigt, so rufen Sie diesen unverzüglich an. Bieten Sie ihm einen unverschämt günstigen Tarif (bspw. O2o) an, der zwar nicht ab sofort gilt, aber bereits 5 Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit. Wichtig: Verschweigen Sie dabei, dass die kompletten Bedingungen des neuen Vertrags erst ab Ablauf des alten Vertrages gelten. Kommen Sie auch bloß nicht auf die Idee, zu erwähnen, dass sich die Vertragslaufzeit sogar noch um einen Monat verlängert – lassen Sie den Kunden lieber in dem Glauben, ab der Geltungsdauer des neuen Tarifs könnte auch zum Monatsende gekündigt werden. Verschweigen Sie außerdem wichtige Details dazu, für welche Leistungen der Tarif genau gilt – Telefonie, SMS, Internet?
  2. Sobald der Kunde eingewilligt hat, den unverschämt günstigen Tarif zu nutzen, stornieren Sie ohne Auftrag sämtliche aktive Zusatzoptionen. Damit der Kunde nicht auf die Idee kommt, dass dies zu seinem Nachteil sein könnte, senden Sie nach der “Wir haben wie gewünscht ihre Zusatzpaket gekündigt” – damit sind sie auf der sicheren Seiten – direkt eine zweite SMS hinterher: “Willkommen im neuen unverschämt günstigen Tarif, der Ihnen mehr fürs Geld bietet. Eine gute Wahl!”
  3. Senden Sie die Rechnung erst gut ein bis zwei Wochen nach Ablauf des Abrechnungszeitraums, ansonsten könnte der Kunde merken, dass Sie ihn die fehlenden Zusatzpacks teuer zu stehen kommen könnten. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, so könnte der Kunde nun das dreifache der bisherigen Rechnungssumme zahlen – es sei denn er widerspricht der Rechnung – jetzt heißt es Daumen drücken.
  4. Sollte der Kunde sich an den Kundenservice wenden, teilen Sie ihm mit, bis wann der Vertrag läuft und dass er schriftlich kündigen muss. Legen Sie anschließend einfach auf. Übertriebene Freundlichkeit ist im Kundenkontakt kontraproduktiv.
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TV-Tipp: Abenteuer Forschung

Passend zu meinen Beiträgen zu den Grenzwissenschaften (Nibiru, 2012) zeigt das ZDF am kommenden Mittwoch eine Sendung über das Phänomen Massenhysterie:

“Falsche Propheten – Wo bleibt die Katastrophe?”

Die Angst gehört zu den grundlegendsten Gefühlen des Menschen. Sie soll uns vor Gefahren bewahren, hat aber oft mit realen Risiken nichts zu tun. In der nächsten Ausgabe des ZDF-Wissenschaftsmagazins “Abenteuer Forschung” mit dem Titel “Falsche Propheten – Wo bleibt die Katastrophe” beleuchtet Harald Lesch am Mittwoch, 3. März 2010, 0.00 Uhr, alte und neue Katastrophenszenarien. Außerdem geht er der Frage nach, wie kollektive Panik entsteht und welcher Sinn sich in ihr finden lässt.

Risikoforscher versuchen, irrationalen Ängsten und übertriebenen Reaktionen durch Vernunft und Statistik Einhalt zu gebieten. Fakten sollen die Angstgespenster vertreiben. Doch: Wie sind solche Statistiken richtig zu lesen und können sie Menschen tatsächlich von übertriebenen Ängsten kurieren? Und: Wie groß ist das jeweilige Risiko tatsächlich? Die Antworten gibt Harald Lesch.

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Grenzwissenschaften: Nibiru

Nibiru, Niburu, der geheimnisvolle “Planet X”, Phoenix, Phaeton, Planet des Marduk, Brauner Zwerg – es gibt viele Seite im Internet, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen und wahrscheinlich auch ebenso viele Namen dafür. Einige dieser Namen sind höchstwahrscheinlich durch Missverständnisse entstanden - ich werde den Namen Nibiru verwenden. Verschiedene Videos, die auf YouTube und anderen Plattformen kursieren berichten über Nibiru. Nach dem Start von IRAS soll die NASA ein großes Objekt am Rande des Sonnensystems entdeckt haben – genannt: Planet X. Dabei wird häufig ein Video von “Planet-X-Experten” Marshall Masters zitiert, in dem folgende Informationen über Planet X zu finden sind: IRAS hat die Infrarotsignatur eines großen Objektes – einem braunen Zwerg – entdeckt, das im Jahr 1984 etwa 80 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt war. Laut einer Pressemitteilung der NASA wurde 1992 ein Körper von der 4- bis 8-fachen Erdmasse, der 11 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt war. Sollte es sich um dasselbe Objekt handeln, so ist die logische Schlußfolgerung: das Objekt kommt auf die Erde zu. Das Video legt dann fest: Wir leben in einem Binärsystem, der Planet X folgt einer langen elliptischen Umlaufbahn und der Planet wirkt sich störend auf die Sonne aus (gesteigerte Sonnenaktivität). Anschließend werden vermeintliche historische Beispiele für frühere Umrundungen zitiert, so etwa die Berichte über die Sintflut,  die zehn Plagen in Ägypten oder die Zerstörung von Atlantis. Zitiert wird dabei aus der Kolbrin Bibel. Aber laut anderen Videos sollen auch noch weit mehr historische Berichte existieren, etwa von den Sumerern, den Hopi-Indianer und den Maya kannten. Der massereiche Planet soll im Jahr 2012 auf dem Weg zum Zentrum des Sonnensystems die Erdumlaufbahn sehr passieren und durch die Gravitation für unzählige Katastrophen sorgen – darunter zum Beispiel Erdbeben, Meteoritenstürme oder auch eine Umkehrung des Erdmagnetfelds (Pole Shift). Es gibt inzwischen auch Berichte von verstärkten Bunkerbauaktivitäten verschiedener Regierungen.

Andere Videos, wie dieses, sprechen von anderen Quellen über Nibiru. Die Sumerer, die älteste Hochkultur der Erde, hat in Aufzeichnungen, Hinweise auf eine außerirdische Spezies hinterlassen: Die Anunnaki. Da es keinen plausiblen Zwischenschritt von früheren Menschen (Neandertaler, Cro-Magnon, etc.) zum heutigen Menschen gibt, sollen die Anunnaki uns geschaffen haben, damit wir als Sklaven für diese außerirdische Spezies arbeiten. Im Jahr 2012 soll der Planet mit seinen Bewohnern zurückkehren. Aus diesem Grund endet auch der Kalender der Maya im Jahr 2012 – er kündigt die Rückkehr der Götter an.

Bleibt die Frage, was sagen die Fakten? Gibt es ein solches Objekt, oder kann es ein solches Objekt theoretisch überhaupt geben?

1. Einen Planeten X gibt es tatsächlich – sogar mehrfach. Auch dies wird von den Nibiru-Experten nicht bestritten. Denn jeder hypothetische Planet wird von den Wissenschaftlern zunächst Planet X genannt. Zunächst wurde der Name für ein Objekt gebraucht, das angenommen wurde, um die Anomalien in der Bahn des Planeten Merkur zu erklären (vgl. Vulkan). Inzwischen konnte diese Anomalie jedoch mit Hilfe der Relativitätstheorie – Krümmung in der Raum-Zeit – erklärt werden. (vgl. Alpha Centauri: Gibt es einen 10. Planeten?). Aber auch die äußeren Planeten zeigen bestimmte Abweichungen. Die Planeten hinter Saturn wurden erst in relativ junger Vergangenheit entdeckt. Man erkannte auch bei Uranus Anomalien, daraufhin wurde wieder Planet X entdeckt: Neptun. 1930 entdeckte man aufgrund der Anomalien in der Umlaufbahn von Neptun wieder den hypothetischen Planet X: Pluto. Doch Pluto hat nicht genug Masse, um diese Anomalien in der Bahn des Neptuns zu erklären, so wurde im Jahr 1979 Plutos Begleiter Charon entdeckt. Im Jahr 2005 wurde ein weiteres Objekt ausgemacht, das heute den Namen Eris trägt. Insgesamt sind diese Himmelskörper aber nicht massereich genug, um ein Planet zu sein, daher wurden sie im vergangenen Jahrzehnt auf den Status Planetoid herabgestuft. Es wird in verschiedenen Meinungen davon ausgegangen, dass diese Planetoiden äußere Objekte des sogenannte Kuipergürtels sind. In der Lehrmeinung gibt es aber auch heute noch die Theorie über einen Planeten X, der ca. 0,5 Lichtjahre von der Sonne entfernt seine Runden dreht und etwa 1 bis 10 Jupitermassen besitzt. In dieser Entfernung ist dieses Objekt aber so dunkel, dass es von den derzeitigen Teleskopen kaum ausgemacht werden kann. Das Problem liegt hier also auf der Hand: Der Begriff Planet X steht für ein hyopthetisches Konstrukt, das ständig in verschiedenster Zusammenhängen auftaucht und jedes Mal eine andere Bedeutung hat. Sofern das entsprechende Objekt identifiziert wurde (bspw. Uranus, Neptun, Pluto), wird dieses Objekt natürlich nicht mehr Planet X genannt, sondern erhält einen Namen. Daher verschwinden dann auch relativ schnell wieder die Berichte über Planet X – es gibt das hyptothetische Konstrukt nicht mehr. Dies jedoch als Beweis für eine Vertuschungspolitik zu sehen, ist stark anzuzweifeln.

2. Ja, die IRAS-Mission im Jahr 1983 hat verschiedene Objekte entdeckt. Die NASA gab während der Pressekonferenz an, die Objekte auf den Bildern könnten alles sein “vom zehnten Planeten in unserem Sonnensystem bis hin zu fernen Galaxien”. Letztlich handelt es sich bei den Entdeckungen um Gaswolken und weit entfernte Galaxien, mit einem Planeten X oder Nibiru hat dies allerdings nichts zu tun.

3. Bei dem Objekt soll es sich um einen brauen Zwerg. Handeln aufgrund der Fusionsgrenze, die durch die Masse gesetzt werden, muss ein brauner Zwerg eine Masse von 13 bis 75 Jupitermassen besitzen. Weiterhin gilt der Kuipergürtel in einer Entfernung von 6 bis 7,5 Milliarden Kilometern als Rand des Sonnensystems. Ein Objekt in 80 Milliarden Kilometern Entfernung (das entspricht etwa 74 Lichtstunden) kann also als extrasolar bezeichnet werden.

4. Auch der Körper, den die NASA im Jahr 1992 bekanntgegeben haben soll, ist außerhalb unseres Sonnensystems und kann daher nicht als Planet unserer Sonne betrachtet werden. Wenn es sich um ein und dasselbe Objekt handeln würde, dann hätte der Planet innerhalb von 8 Jahren eine Strecke von 69 Milliarden Kilometern zurückgelegt und wäre dem entsprechend bereits Mitte der 1990er Jahre in Erdnähe angekommen.

5. Ein Objekt dieser Größe, dass im Jahr 2012 bereits ins innere des Sonnensystem vordringen bzw die Erde beeinflussen soll, müsste sich jetzt bereits auf Höhe des Saturns oder des Jupiters befinden. Damit wäre der Planet bereits jetzt mit bloßem Auge am Nachthimmel sichtbar. Es gibt auf Youtube Videos, die einen angeblichen Planeten in Sonnennähe zeigen sollen. Dabei handelt es sich um optische Effekte der Kameras oder Fakes – ein Planet der von der Erde aus in Sonnennähe sichtbar ist, befindet sich bereits auf einer sonnennahen Bahn, hätte uns also bereits passiert – ohne Weltuntergang.

6. Dass wir in einem Binärsystem leben sollen, halte ich für Unsinn, da die Bahnen der Planeten dann nicht so verlaufen könnten, wie sie es tun. Sie konnten mit Hilfe der Gravitationskräfte exakt bestimmt und bewiesen werden. Der Einfluss eines zweiten Sterns wäre so groß, dass man diesen nicht übersehen kann. Da Anomalien derzeit nur auf den äußeren Planetenbahnen auftreten, mag es Objekt im Randbereich des Systems geben, um einen Stern wird es sich dabei aber nicht handeln.

7. Der Planet soll bereits zu gesteigerte Sonnenaktivität führen. Die Sonnenaktivität folgt einem 11jährigen Zyklus von besonders starker und schwacher Aktivität. Das letzte Maximum wurde etwa 2000 erreicht. Das bedeutet, dass das nächste Maximum zwangsläufig um 2012 (laut Prognose im Mai 2013) auftreten sollte. Dies hat nichts mit einem Planeten zu tun, sondern ist vorhersagbar. Das moderne Maximum an Sonnenaktivität wurde im übrigen 1957 erreicht. Die Aktivität der Sonne im Allgemeinen ist derzeit relativ schwach – so gehen Astronomen davon aus, dass das kommende Maximum deutlich schwächer als die vergangenen Maxima der letzten 50 Jahre sein wird.

8. Die Kolbrin-Bibel. Ich finde es durchaus sehr geschickt, ein Buch zu schreiben, in dem alte Völker von einem Planeten berichten und dieses dann als Beweis für seine Panikmache zu gebrauchen. Tut mir leid, Herr Masters, so einfach lass ich Ihnen das nicht durchgehen. Diese Quelle kann nicht als glaubwürdig angesehen werden.

9. Pole-Shift: Eine Umkehrung des Magnetfelds hat es in der Erdgeschichte bereits mehrmals gegeben. Der einzig messbare Effekt, wäre der Wegfall des Schutzes vor dem Sonnenwind. Es käme also mehr kosmische Strahlung auf die Erde, was zu einer erhöhten Mutationsrate führt – das allerdings muss nicht per se schlecht sein. Ein Pole-Shift dauert zudem mehrere 1000 Jahre. Selbst wenn dieser 2012 einsetzen würden, würde wir davon nichts mitbekommen.

Ich hoffe, ich konnte einige Klarheiten beseitigen. Ansonsten kann ich nur noch das Blog von Florian Freistetter empfehlen, der sich dem Thema ausführlichst angenommen hat.

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Song Interpretations: Nightwish

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Antwort von Bernhard Kaster (MdB)

Nachdem ich mich vergangene Woche schon beschwert hatte, keine Antwort zu meinen Gedanken zur Steuer-CD zu erhalten, kam heute per Mail ein Schreiben von Bernhard Kaster, dem für Trier zuständigen Bundestagsabgeordneten. Darin versichert er:

Ich bin mir durchaus bewusst: Es ist keine Kleinigkeit, wenn allem Anschein nach illegal beschaffte Daten von öffentlichen Stellen in Anspruch genommen werden, um allerdings ebenfalls illegale Vorgänge ermitteln zu können. Lassen Sie mich Ihnen klar versichern: Auch für mich heiligt der Zweck nicht die Mittel.

Allerdings ist dies nur mit einer Einschränkung versehen. Denn anschließend schreibt Kaster, dass er die Auffassung des Bundesfinanzministers teilt,

dass hier – so wie an einem ähnlich gelagerten Fall von vor Jahren – die öffentliche Hand durchaus auf diese Daten zurückgreifen darf , um damit klare Verstöße gegen das deutsche Steuerrecht nachweisen zu können.

Leider gibt es keine weitere Begründung, wie Herr Kaster zu dieser Auffassung kommt, so dass ich dies auch nicht weiter nachvollziehen oder kommentieren kann.

Einem weiteren angesprochenen Punkt – dem des zu komplizierten deutschen Steuersystems – äußerte er sich jedoch sehr wohlwollend gegenüber.

Die von Ihnen ebenfalls angesprochene grundsätzliche Frage nach der Komplexität unseres Steuersystems stellt in der Tat eine wichtige Aufgabe für die laufende Wahlperiode dar. Die christlich liberale Koalition hat sich bereits in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, hier strukturelle Schritte zu unternehmen, um unser Steuersystem zu vereinfachen. Dieser umfangreichen und mit vielen politischen Widerständen behafteten Herausforderung stellen wir uns.

Bleibt abzuwarten, wie diese Schritte aussehen werden. Ich bin gespannt. Gespannt bin ich allerdings auch noch, ob ich eine Antwort von Frau Merkel erhalten werde.

Einen interessanten Artikel, wie man Steuersünder mittels Google aufspüren könnte, gibt es übrigens beim PC-Blog Berlin.

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Grenzwissenschaften

Seit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert versucht der Mensch Naturphänomene nicht mehr mit der göttlichen Gegenwart oder Gottes Willen zu erklären, sondern versucht vielmehr mittels Naturwissenschaft – insbesondere der Physik – die Welt zur erklären. Mir scheint es manchmal, als würden viele Menschen eben jene präsente Göttlichkeit zu vermissen. Und da die Kirche in der heutigen Zeit aufgrund der mangelnden Beweise sowie aufgrund kontroverse Positionen – z.B. zu Verhütung und Aidsprävention – ihre Meinungsführerschaft eingebüßt hat, müssen nun andere zur Erklärung herhalten: Außerirdische.

Als Beispiel für die Ankunft Außerirdischer auf der Erde werden häufig die Pyramiden in Ägypten herangezogen. Den alten Ägyptern wird dabei nicht die Fähigkeit zugesprochen, diese Bauwerke zu errichten. Ich möchte in weiteren Blogeinträgen gerne weitere Beispiele anführen. Positionen von Däniken und anderen Grenzwissenschaftlern diskutieren und werde gleichzeitig versuchen, ein paar wissenschaftliche Position gegenüber zu stellen. Zum leichten, humorvollen Auftakt eine kurze Betrachtung des Themas von Joe Rogan. Er erläutert darin u.a. seine Sicht wie die Pyramiden entstanden und was das für die heutige Gesellschaft bedeutet.

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