Posts Tagged ‘Geschichte’

Riding with Private Mallone

Durch Zufall habe ich eben auf Zufall diesen Song entdeckt. Gar nicht schlecht, auch wenn man bedenkt, dass die Geschichte dahinter nicht stimmt, sondern auf einer “Urban legend” basiert. Die Moral bleibt trotzdem die gleiche: “But for every dream that shattered, another one comes true”.

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It is the soldier

It is the Soldier
by Charles M. Province

It is the Soldier, not the minister
Who has given us freedom of religion.

It is The Soldier, not the reporter,
Who has given us Freedom of the press.

It is The Soldier, not the poet,
Who has given us Freedom of speech.

It is The Soldier, not the campus organizer,
Who has given us Freedom to demonstrate.

It is The Soldier, not the lawyer,
Who has given us the right to a fair trial.

It is the Soldier, not the politician
Who has given us the right to vote.

It is The Soldier who salutes the flag,

Who serves beneath the flag and
Whose coffin is draped by the flag
Who allows the protester to burn the flag.

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ANZAC Day

Der 25. April ist tiefverwurzelt im gesellschaftlichen Gedächtnis der Australier und Neuseeländer. Traditionell begehen sie an diesem Tag den ANZAC Day – einen der wichtigsten Feiertage des Landes. Am 25. April 1915 traten Soldaten aus Australien, Neuseeland und Tongo, dem ANZAC (Australian New Zealand Army Corps),  ihren ersten Einsatz im 1. Weltkrieg an – Die Landung in Gallipoli. Eine Operation, die schrecklich fehlschlagen sollte (insgesamt werden die Verluste auf 500.000 geschätzt) aber die Identität der Nationen festigte. In den 80er Jahren wurde die Operation auch in dem Film “Gallipoli” mit Mel Gibson behandelt. Durch die Songs “The Foggy Dew” und “And the Band played Waltzing Matilda” ist die Kampagne im englisch-sprachigen Raum auch in der Musikkultur bekannt geworden.

Sowohl für das Osmanische Reich und die spätere Türkei, als auch für das Britische Empire hatte die Schlacht Folgen. Einer der tragenden Köpfen hinter der allierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944, Winston Churchill, wurde als Lord of the Admirality abgelöst – da die Landung auf Gallipoli, die auf seine Initiative gestartet worden war, ein unglaublicher Fehlschlag war. Mustafa Kemal, Befehlshaber der osmanischen Truppen, stieg zum Nationalheld auf und sollte als Gründer der Türkei in die Geschichte eingehen – unter einem neuen Namen: Atatürk (Vater der Türken).

Heute gehört die Türkei zur Nato, und mit Großbritannien, Neuseeland und Australien befreundet. Der Schlacht von Gallipoli wird mit dem “Dawn Service” – eine Zeremonie zum Sonnenaufgang am 25. April gemeinsam gedacht. Im Jahr 1934 fand Mustafa Kemal Atatürk die passenden Worte:

“Those heroes that shed their blood and lost their lives…
You are now living in the soil of a friendly country. Therefore rest in peace. There is no difference between the Johnnies and the Mehmets to us where they lie side by side here in this country of ours…
You, the mothers, who sent their sons from faraway countries wipe away your tears; your sons are now lying in our bosom and are in peace, after having lost their lives on this land they have become our sons as well.”

Atatürk, 1934

Lest we forget.

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A Pittance of time

Einfach mal drüber nachdenken…

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Gut zu wissen…

Im Moment lese ich”Die Bibel & Ich” von A.J. Jacobs und stoße dabei immer wieder auf interessante oder kuriose Zitate aus dem Buch der Bücher. Heute eine Regel aus dem fünften Buch Mose:

Wenn zwei Männer miteinander hadern und des einen Weib läuft zu, daß sie ihren Mann errette von der Hand dessen, der ihn schlägt, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham, so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll sie nicht verschonen.

Quelle: 5. Mose, 25 / 11-12 – Bibel-online.net

Und man fragt sich, was damit wohl gemeint ist. In dem Buch wird diese Frage ebenfalls diskutiert und dabei kommt die Deutung auf, es bedeute, man soll den anderen nicht blamieren. Was aber wenn diese Regel tatsächlich wortwörtlich gemeint ist? Wie ist diese – zugegebenermaßen aus dem Zusammenhang gerissene – Regel zu verstehen? Wie sind all die anderen der mehreren Hundert Regeln der Bibel zu verstehen? Und was machen eigentlich all jene, die vorgeben tatsächlich nach der Bibel zu leben in solch einer Situation?

Mehr zu: Die Bibel & Ich
…bei Amazon.de
…bei Sueddeutsche.de

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TV-Tipp: Abenteuer Forschung

Passend zu meinen Beiträgen zu den Grenzwissenschaften (Nibiru, 2012) zeigt das ZDF am kommenden Mittwoch eine Sendung über das Phänomen Massenhysterie:

“Falsche Propheten – Wo bleibt die Katastrophe?”

Die Angst gehört zu den grundlegendsten Gefühlen des Menschen. Sie soll uns vor Gefahren bewahren, hat aber oft mit realen Risiken nichts zu tun. In der nächsten Ausgabe des ZDF-Wissenschaftsmagazins “Abenteuer Forschung” mit dem Titel “Falsche Propheten – Wo bleibt die Katastrophe” beleuchtet Harald Lesch am Mittwoch, 3. März 2010, 0.00 Uhr, alte und neue Katastrophenszenarien. Außerdem geht er der Frage nach, wie kollektive Panik entsteht und welcher Sinn sich in ihr finden lässt.

Risikoforscher versuchen, irrationalen Ängsten und übertriebenen Reaktionen durch Vernunft und Statistik Einhalt zu gebieten. Fakten sollen die Angstgespenster vertreiben. Doch: Wie sind solche Statistiken richtig zu lesen und können sie Menschen tatsächlich von übertriebenen Ängsten kurieren? Und: Wie groß ist das jeweilige Risiko tatsächlich? Die Antworten gibt Harald Lesch.

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Grenzwissenschaften

Seit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert versucht der Mensch Naturphänomene nicht mehr mit der göttlichen Gegenwart oder Gottes Willen zu erklären, sondern versucht vielmehr mittels Naturwissenschaft – insbesondere der Physik – die Welt zur erklären. Mir scheint es manchmal, als würden viele Menschen eben jene präsente Göttlichkeit zu vermissen. Und da die Kirche in der heutigen Zeit aufgrund der mangelnden Beweise sowie aufgrund kontroverse Positionen – z.B. zu Verhütung und Aidsprävention – ihre Meinungsführerschaft eingebüßt hat, müssen nun andere zur Erklärung herhalten: Außerirdische.

Als Beispiel für die Ankunft Außerirdischer auf der Erde werden häufig die Pyramiden in Ägypten herangezogen. Den alten Ägyptern wird dabei nicht die Fähigkeit zugesprochen, diese Bauwerke zu errichten. Ich möchte in weiteren Blogeinträgen gerne weitere Beispiele anführen. Positionen von Däniken und anderen Grenzwissenschaftlern diskutieren und werde gleichzeitig versuchen, ein paar wissenschaftliche Position gegenüber zu stellen. Zum leichten, humorvollen Auftakt eine kurze Betrachtung des Themas von Joe Rogan. Er erläutert darin u.a. seine Sicht wie die Pyramiden entstanden und was das für die heutige Gesellschaft bedeutet.

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Gedanken zum Ankauf der Steuer-CD

Ich bin entschieden gegen Ankauf von illegal beschafften Daten zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Klar, Steuerhinterziehung ist ein Verbrecher, das bestraft werden muss – aber es gibt genügend legale Mittel und Ansatzpunkte, an denen der Anreiz zur Steuerhinterziehung verringert wird. Stattdessen Anreiz zur Ausspähung von Daten zu schaffen, ist der falsche Weg. Daher habe ich folgenden Brief an den Trierer Bundestagsabgeordneten Kaster geschickt:

Sehr geehrter Herr MdB Kaster,

die Regierung – und damit Ihre Partei – hat beschlossen eine CD mit gestohlenen Bankdaten aus der Schweiz zu kaufen, um mögliche Steuerhinterzieher zu jagen und ausstehende Steuereinnahmen nachfordern zu können. Ich gehe davon aus, dass wir darin übereinstimmen, dass Steuerhinterziehung ein schweres Verbrechen ist, das verfolgt und bestraft gehört. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass der Ankauf einer solchen CD a) der falsche Weg ist, b) nicht zu rechtfertigen ist und c) gegen geltendes Deutsches Recht verstößt (vgl. §202a StGB / §204 StGB / §260 StGB). Gerne erläutere ich Ihnen auch, warum ich zu dieser Überzeugung komme.

Wir leben in Deutschland in einem Rechtsstaat, auf den wir zu Recht stolz sein können. Wenn immer in etwa einer amerikanischen Serie bestimmte Gesetze gebrochen werden, um ganz nach „die Zweck heiligt die Mittel“-Manier an Informationen zu kommen, war ich der Meinung, dass etwa Gewaltandrohungen o.ä. in Deutschland nicht möglich wären. Insbesondere der Fall „Jakob von Metzler“, in dessen Verlauf der Frankfurter Polizeipräsident aufgrund der Androhung von unmittelbarem Zwang zu einer Geldstrafe verurteilt sowie verwarnt wurde, hat mich in dieser Meinung bestätigt. Umso enttäuschter bin ich vom derzeitigen Vorgehen der Bundesregierung. Herr Daschner hatte mit Sicherheit ebenso löbliche Beweggründe – nämlich das Leben eines entführten Kindes zu retten – wie die Bundesregierung im Moment. Warum allerdings entgangene Steuergelder in der Abwägung deutlich höher anzusetzen sind, als ein Menschenleben will mir nicht einleuchten.

Ohne Frage ist Rechtsstaatlichkeit ein ständiger Balanceakt, der viel Feingefühl erfordert. Aber warum gerade der Gesetzgeber seine eigenen Gesetze übertreten muss, kommt mir vor, wie ein Elefant im Porzellanladen – man weiß nie, was als nächstes zu Bruch geht. Wenn der Staat – und damit Sie als Regierung – Ihre eigenen Gesetze übertreten, woher soll ich mir als Bürger sicher sein, dass morgen für mich noch dieselben Regeln gelten, wie heute? Mit welcher Begründung verurteilen wir die USA für Guantanamo? Die Intention des Lagers allgemein und der dort praktizierten Folter ist doch ebenso löblich: Terrorbekämpfung und Sicherheit! Mit welcher Begründung muss sich der Polizist an Vorschriften halten, die Politik aber nicht? Wer will eine Gesellschaft, in der jeder das Gesetz auslegt, wie er will – Anarchie? Niemand, trotzdem treiben wir mit solchen Schritten in diese Richtung – auch wenn es jetzt vielleicht lächerlich klingt. Der Rechtstaat setzt mit dem Kauf der CD seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

Ihr werter Kollege, Herr Finanzminister Schäuble, sieht seine Rechtfertigung darin, dass die ehemalige Regierung unter Finanzminister a.D. Steinbrück ebenfalls ein ähnliches Geschäfts gemacht hat. Aber nur, weil ein Vorgänger schon kriminell war, heißt das nicht automatisch, dass aus Unrecht Recht wird. Ansonsten könnten Sie mit gleicher Begründung eine Mauer bauen. Nach aufgeweichtem Bankgeheimnis, Onlinedurchsuchungen und Kinderpornosperren sind die ersten Schritte zu einem neuen MfS sowieso getan. Früher hätte ich jede aufkommende Behauptung in dieser Richtung im Keim erstickt – aus der Überzeugung, dass in unserem Rechtsstaat das Gesetz den Bürger vor dem Staat schützt. Im Namen der Terrorbekämpfung – und in diesem Fall im Namen der Steuern – wird das Gesetz inzwischen aber so ausgelegt, dass der Staat vor dem unter Generalverdacht gestellten Bürger geschützt werden muss.

400 Millionen Euro an nachzuzahlenden Steuern sollen mit den Daten der Steuer-CD nachgefordert werden können – bei einem Preis von 2,5 Millionen Euro. Auf den ersten Blick ist das ein prima Geschäft. Vor dem Hintergrund eines geplanten Bundeshaushalts von 327.700 Millionen im Jahr 2010 ist dies jedoch mehr als lächerlich. Wie bereits gesagt, Steuerhinterziehung ist nicht im Sinne der Gesellschaft, aber vor diesem Hintergrund, ist der Verlust an Rechtsstaatlichkeit und Glaubwürdigkeit für „nur“ 400 Millionen zusätzlichem Steuergeld viel zu hoch.

Womit ich zu einem weiteren Problem kommen möchte: Mit dem Kauf der Daten-CD bekämpfen Sie lediglich die Symptome der Steuerhinterziehung, nicht aber die Ursachen. In Jahren ist das Steuersystem in Deutschland zu einem komplizierten Monstrum angewachsen, das selbst Experten nur mit Mühe verstehen. Es gibt an jeder Stelle Ausnahmen, Möglichkeiten bestimmte Leistungen abzusetzen und entsprechende Steuerschlupflöcher. Ich bin davon überzeugt, dass eine Steuerreform und –vereinfachung bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung hilft. Das Kirchhoff-Modell, mit dem Sie im Bundestagswahlkampf 2005 angetreten waren, war ein Schritt in die richtige Richtung. Leider hatte – und hat ihre Regierung auch jetzt – nicht den Mut, dieses konsequent umzusetzen. Weiterhin merkt der Bürger, dass er immer mehr Steuern und Abgaben zahlt (kalte Progression, Gesundheitsreform, etc.), während gleichzeitig Leistungen (insbesondere im Gesundheitsbereich) gekürzt werden. Würde der Bürger sehen, dass sein Steuergeld sinnvoll eingesetzt wird, so wird er auch gerne Steuern zahlen. Meiner Meinung bedarf es einer grundlegenden Reform des Steuerrechts und gleichzeitig einer Überarbeitung des Bundeshaushalts – hier müsste Einsparpotential, das es mit Sicherheit gibt, identifiziert werden.

Jetzt bin ich etwas abgewichen, aber meine Botschaft bleibt klar: Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen, Verbrechen gehören bestrafft, aber dennoch darf sich der Staat nicht illegalen Daten bedienen, um an die Täter zu gelangen. Wer sagt, mit legalen Mitteln sei dem nicht beizukommen, der erklärt das System unseres Rechtsstaats für gescheitert. Ansatzpunkte zur legalen Bekämpfung der Steuerhinterziehung gibt es genug.

Ich würde mich freuen, wenn Sie, ihre Partei und die Regierung sich diesen Schritt noch einmal überlegen und den Rechtsstaat nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Mit freundlichen, aber enttäuschten Grüßen

Andreas Meier

PS:
Ich werde diesen Brief auch wortgleich in meinem Blog unter www.muscheltaucher.com veröffentlichen und behalte mir vor eine Kopie an die Vorsitzenden der Christlich Demokratischen Union sowie der Freien Demokratischen Partei zu senden.

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Wien

Eine Woche Wien – das volle (Touristen-)Programm mit Café-Häusern, Theater und Schnitzel.
Montagabend in Köln. Um 19.50 Uhr geht der Flieger nach Wien. Ganze acht Passagiere sind an Bord, mit dabei: ich und mein Bruder. Quasi ein Privatflug. Sehr nett. Kaum in Wien angekommen, schnappen wir uns unsere Koffer und fahren mit der U-Bahn nach Wien-Mitte (Landstraße), um von dort ein Taxi zum Hotel zu nehmen. In der U-Bahn sitzt uns ein nettes rumänisches Mädel gegenüber, das gerade aus London zurückgekehrt ist und so kommt es, dass wir – kaum in Wien angekommen – erstmal Englisch sprechen müssen.

Das Hotel befindet sich im 9. Bezirk, unweit der Votivkirche, in der Boltzmanngasse. Insgesamt ein netter Eindruck, hier und da besteht aber durchaus Renovierungsbedarf. Lustig war ein Erlebnis in der Hotelbar – dies fanden wir in seiner Gänze allerdings erst später heraus. Wir beziehen schnell die Zimmer und begeben uns noch in die Bar, um uns einen Schlummertrunk zu gönnen. Noch bevor wir platzgenommen haben, werden wir gefragt, was wir trinken wollen. “Ein normales – großes – Bier.” Gesagt, getan. Wir bekommen ein 0,5 l Bier. Zwei Tage später stellt sich heraus, dass es gar kein 0,5 l Bier auf der Karte gibt. Wir hatten das Bier zum selben Preis, wie das auf der Karte stehende 0,3l Bier bekommen. Das freut einen natürlich.

Tag 1

Am ersten Tag kaufen wir zunächst die “Wien-Karte”, die neben einem 72-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel auch einige Rabatte für verschiedenste Gastronomien und Museen beinhaltet. Um uns einen Überblick zu verschaffen, gehen wir zum Schwedenmarkt und starten von dort eine Rundfahrt mit der Ringtram. Dabei fährt die Tram einmal über den Ring und über Kopfhörer werden einem die Sehenswürdigkeiten erläutert. Mehr als einen schnellen Überblick bekommt man dabei aber nicht – immerhin die Kopfhörer dürfen wir behalten.

Anschliessend geht es zum Arsenal in das Heeresgeschichtliche Museum. Hier wird die österreichische Militärgeschichte vom Anfang der stehenden Heere (mit Pikenieren und Musketieren) über die Türkenkriege, die Napoleonischen Kriege, die Kaiserzeit und den ersten und zweiten Weltkrieg gezeigt. Eine spannende Tour, die sich für Militär- und Geschichtsinteressierte auf jeden Fall lohnt. Besondere Stücke sind dabei das Fahrzeug, in dem Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo erschossen wurde sowie die blutige Uniform, die er an jenem Tag an hatte. Dieses Ereignis gilt weithin als Auslöser des ersten Weltkriegs. Aus diesem Krieg sind weitere Exponate zu bestauen: Das berühmte deutsche Maschinengewehr 08/15, französische Chauchats, unterschiedlichste Varianten von Gewehren (Lee Enfield, Gewehr 98, etc.) mit und ohne Bajonett, verschiedenste Geschütze und Mörser. Im Sommer kann zudem ein Panzergarten besichtigt werden. Auch der zweite Weltkrieg wird ausgiebig behandelt. Ebenfalls mit vielen Originalstücken, von Uniformen, über Plakate und sogar eine Adolf-Hitler-Büste. Interessant ist außerdem der Teil über Österreich als Seemacht – mir war bisher garnicht bewusst, dass Venedig sowie Belgien einst zum Kaiserreich Österreich gehört hatten. Nach einem Mittagessen in den Arsenalsstuben – zu Touristenpreisen – geht es mehr oder weniger nur über die Straße zum Schloß Belvedere. Im Winter ist der Garten sich nicht ganz so schön, wie im Sommer, aber trotzdem einen Besuch wert. Die Kunstausstellungen im inneren des Schloßes schauen wir uns aber nicht an. Nach den obligatorischen Fotos geht es weiter über den Schwarzenbergplatz, an dem ein Denkmal für die Sowjetischen Soldaten im zweiten Weltkrieg steht, zum Karlsplatz und der berühmten Karlskirche. Von hier nehmen wir die Bahn zurück ins Hotel, um uns kurz auszuruhen und anschließend im Volkstheater der Aufführung von “Purple Rose of Cairo” beizuwohnen. Das Stück wird noch bis Ende Februar aufgeführt.

Tag 2

Der zweite Tag unserer Wien-Tour steht ganz im Zeichen des ersten Bezirks. Zu Fuß machen wir uns vom Hotel aus, über die Votivkirche, das Rathaus und das Burgtheater und das Parlament in Richtung Hofburg auf. Über Nacht hat Petrus die Stadt in zartes weiß getaucht. Wäre ich nicht mit meinem Bruder unterwegs könnten bei dieser Witterung, den alten Trams und den Fiakergespannen durchaus romantische Gefühle aufkommen. Im Hofburg-Café gönnen wir uns einen Mozartkaffee und einen Kaiserschmarrn. Anschließend geht es weiter in die Innenstadt, wo wir die Peterskirche besichtigen – interessant sind dabei die ausbordend geschmückten Gebeine zweier Heiliger, die man durch eine Glasscheibe in ihrem Schrein bewundern kann (-> Foto). Auch die Turmbesteigung in die Türmerstube des Steffls darf natürlich nicht fehlen – bei mehr als 300 Stufen allerdings entsprechend anstrengend.

Nach dem Ausblick, der aufgrund des Wetters doch etwas betrübt ausfällt, geht es schnell zum Michaelerplatz. Hier ist eine Führung durch das unbekannte, unterirdische Wien geplant. Nach einer kurzen Einführung anhand der römischen Ausgrabungen am Michaelerplatz geht es in die Michaelerkirche und die zugehörige Gruft. Aufgrund eine besonderen Belüftungstechnik sind hier viele der Leichname mumifiziert und gut erhalten. Unsere Führerin erläutert dabei mit viel Witz und Wissen die Geschichte und Hintergründe der Gruft. Da einige Särge offen sind, ist dies vielleicht nicht uneingeschränkt für alle Touristen geeignet, aber auf jeden fall interessant. So erfährt man etwa, warum viele Leichen aussehen, als würden sie schreien? Nach der Gruft – deren berühmtester “Bewohner” übrigens Pietro Metastasio ist – geht es in die Wirtschaftskeller des zugehörigen Klosters, wobei uns viel über die Geschichte der mehrere Stockwerke tiefen Keller in Wien und den damiteinhergehenden Probleme erzählt wird. Diese Führung lässt sich auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im legendären Café Sacher – bei gleichnamiger Torte – machen wir uns auf den Weg in den Stadtpark vorbei am Strauß-Denkmal und machen ein paar Fotos. Anschließend geht es wieder zurück ins Hotel, um nur noch kurz etwas zu essen und dann zu Bett zu gehen.

To be continued…

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