Gestern Abend hat die grandiose Kapelle Petra wieder in Köln aufgespielt, diesmal im ziemlich vollen Underground. Als ich die  Band das erste Mal in Bielefeld gesehen hatte, waren vielleicht 30 Leute da. Mit einem ähnlich überschaubaren Publikum hatte auch diesmal gerechnet, aber weit gefehlt. Das Underground war wirklich gut besucht.

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Kapelle Petra während “Gewitter” im Underground

Wer die Kapelle kennt, der weiß was man von dieser Band erwarten kann. Immerhin beschreibt sich die Kombo selbst als “eine optische Kreuzung aus Fips Asmussen und Sepultura – akustisch so, als hätten Funny van Dannen und Helge Schneider Tocotronic beigebracht, wie man gute Musik macht.” Und meine Erwartungen wurden erfüllt: Die Show war erstklassig und die Bühnenskulptur namens Gazelle war immer ganz vorne mit dabei, ob als Baum bei “Gewitter”, als Polonaisenanführer bei “Pausenmusik”, als Dudelstaubsaugerspieler bei “Wo ich gern mal wär”. Die Kapelle hat gerockt. Als bei “Alles verkauft” sogar die Bühne vom Publikum gestürmt wurde, reagierte der Opa – der zu diesem Zeitpunkt als einziger auf der Bühne war – erstaunlich gelassen, während Ficken Schmidt und der tägliche Siepe, die kurzzeitig draussen waren, etwas irritiert um die Ecke schauten. Und obwohl Ficken Schmidt sich am Anfang einige Patzer erlaubte, bekam er am Ende doch noch sein Lied gespielt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Kapelle sich in der Zeit seit dem Auftritt in Bielefeld (das muss 2004 im Bunker gewesen sein), positiv weiterentwickelt hat. Die Show stimmt und es macht Spaß dabei zu sein. Gleichzeitig hat die Band ihren Stil beibehalten, insbesondere, wenn es um die Texte geht. Die sind nach wie vor irgendwie bescheuert und gleichzeitig genial. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

Der Sound beim Konzert war insgesamt meiner Meinung nach okay, allerdings ein kleines bisschen zu laut, aber noch okay. Das kleine Feedback, was einmal auftauchte, störte wenig. Man kann nur hoffen, dass dem Opa nicht wieder die Gitarre geklaut wurde, wie beim letzten Auftritt in Köln. Fazit: Wenn die Kapelle mal in der Nähe spielt, sollte man sich das nicht entgehen lassen!


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