Restrepo
- June 22nd, 2010
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Posts Tagged ‘Kultur’
Durch Zufall bin ich gestern über die neue Terra-X-Serie im ZDF gestoßen. “Deutschland von oben” zeigt beeindruckende Bilder nach dem Vorbild des BBC-Formats “Britain from above”. Die Idee ist dementsprechend nicht neu, aber die Bilder sind nicht weniger faszinierend. Die erste Folge ist in der ZDF-Mediathek verfügbar. Folge zwei läuft am 30. Mai, Folge drei am 6. Juni. Eine DVD dazu ist geplant – ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
Deutschland von oben:
Britain from above:
It is the Soldier
by Charles M. Province
It is the Soldier, not the minister
Who has given us freedom of religion.
It is The Soldier, not the reporter,
Who has given us Freedom of the press.
It is The Soldier, not the poet,
Who has given us Freedom of speech.
It is The Soldier, not the campus organizer,
Who has given us Freedom to demonstrate.
It is The Soldier, not the lawyer,
Who has given us the right to a fair trial.
It is the Soldier, not the politician
Who has given us the right to vote.
It is The Soldier who salutes the flag,
Who serves beneath the flag and
Whose coffin is draped by the flag
Who allows the protester to burn the flag.
Der 25. April ist tiefverwurzelt im gesellschaftlichen Gedächtnis der Australier und Neuseeländer. Traditionell begehen sie an diesem Tag den ANZAC Day – einen der wichtigsten Feiertage des Landes. Am 25. April 1915 traten Soldaten aus Australien, Neuseeland und Tongo, dem ANZAC (Australian New Zealand Army Corps), ihren ersten Einsatz im 1. Weltkrieg an – Die Landung in Gallipoli. Eine Operation, die schrecklich fehlschlagen sollte (insgesamt werden die Verluste auf 500.000 geschätzt) aber die Identität der Nationen festigte. In den 80er Jahren wurde die Operation auch in dem Film “Gallipoli” mit Mel Gibson behandelt. Durch die Songs “The Foggy Dew” und “And the Band played Waltzing Matilda” ist die Kampagne im englisch-sprachigen Raum auch in der Musikkultur bekannt geworden.
Sowohl für das Osmanische Reich und die spätere Türkei, als auch für das Britische Empire hatte die Schlacht Folgen. Einer der tragenden Köpfen hinter der allierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944, Winston Churchill, wurde als Lord of the Admirality abgelöst – da die Landung auf Gallipoli, die auf seine Initiative gestartet worden war, ein unglaublicher Fehlschlag war. Mustafa Kemal, Befehlshaber der osmanischen Truppen, stieg zum Nationalheld auf und sollte als Gründer der Türkei in die Geschichte eingehen – unter einem neuen Namen: Atatürk (Vater der Türken).

Heute gehört die Türkei zur Nato, und mit Großbritannien, Neuseeland und Australien befreundet. Der Schlacht von Gallipoli wird mit dem “Dawn Service” – eine Zeremonie zum Sonnenaufgang am 25. April gemeinsam gedacht. Im Jahr 1934 fand Mustafa Kemal Atatürk die passenden Worte:
“Those heroes that shed their blood and lost their lives…
You are now living in the soil of a friendly country. Therefore rest in peace. There is no difference between the Johnnies and the Mehmets to us where they lie side by side here in this country of ours…
You, the mothers, who sent their sons from faraway countries wipe away your tears; your sons are now lying in our bosom and are in peace, after having lost their lives on this land they have become our sons as well.”
Atatürk, 1934
Lest we forget.
Vor einiger Zeit habe ich ja bereits über Nibiru geschrieben. Mit den jüngsten Erdbeben in Haiti, in Chile und in der Türkei kommen nun immer neue “Argumente”, dies seien die ersten Vorboten von Nibiru: Erdbeben, Pole-Sift, Unheil und Weltuntergang. Wie Florian Freistetter gewohnt unterhaltsam schreibt, ist das schlichtweg falsch. Im statistischen Mittel ist kein signifikanter Anstieg von Erdbeben zu verzeichnen – tatsächlich gibt es pro Jahr um die 30.000 Erdbeben.
Sehr schön ist auch diese Aussage:
Mit den Erdbeben ist das so eine Sache. Bei Esoterikern und Pseudowissenschaftlern sind sie sehr beliebt. Sie passieren immer wieder und – in unterschiedlichen Stärken – treten quasi überall auf der Erde auf. Wer also Erdbeben vorhersagt, kann sich ziemlich sicher sein, dass seine “Vorhersage” dann auch eintrifft.
Weitere Infos bei Astrodictum Simplex.
Seit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert versucht der Mensch Naturphänomene nicht mehr mit der göttlichen Gegenwart oder Gottes Willen zu erklären, sondern versucht vielmehr mittels Naturwissenschaft – insbesondere der Physik – die Welt zur erklären. Mir scheint es manchmal, als würden viele Menschen eben jene präsente Göttlichkeit zu vermissen. Und da die Kirche in der heutigen Zeit aufgrund der mangelnden Beweise sowie aufgrund kontroverse Positionen – z.B. zu Verhütung und Aidsprävention – ihre Meinungsführerschaft eingebüßt hat, müssen nun andere zur Erklärung herhalten: Außerirdische.
Als Beispiel für die Ankunft Außerirdischer auf der Erde werden häufig die Pyramiden in Ägypten herangezogen. Den alten Ägyptern wird dabei nicht die Fähigkeit zugesprochen, diese Bauwerke zu errichten. Ich möchte in weiteren Blogeinträgen gerne weitere Beispiele anführen. Positionen von Däniken und anderen Grenzwissenschaftlern diskutieren und werde gleichzeitig versuchen, ein paar wissenschaftliche Position gegenüber zu stellen. Zum leichten, humorvollen Auftakt eine kurze Betrachtung des Themas von Joe Rogan. Er erläutert darin u.a. seine Sicht wie die Pyramiden entstanden und was das für die heutige Gesellschaft bedeutet.
Das Trans-Siberian Orchestra hat auf der Homepage offiziell bestätigt, dass es nun erstmals eine Europatournee geben soll. Gespielt wird dabei das komplette Album “Beethoven’s Last Night” und Songs des neuen Albums “Night Castle”
. Wann genau es los gehen soll, ist noch nicht ganz klar – auf der offiziellen Seite wird aber von einer Springtour – also Frühling – gesprochen. Damit kommt das Orchester, das als Nachfolger der Metallegende Savatage gilt, erstmals in seiner fast fünfzehnjährigen Geschichte nach Europa. Karten scheint es ab 1. Februar zu geben. Hier der Originaltext:
“Happy New Year! We want to wish you all a great 2010 and thank you for coming out to the shows this year. TSO would like to thank our friend Joe Walsh for joining us on a few dates. We have a lot of exciting stuff in the works this year, beginning with what will be our first ever Spring Tour! TSO will be performing Beethoven’s Last Night in its entirety along with songs from Night Castle. We wanted to bring it all back home so we are going to play intimate theatres in the US as well as our first ever tour of Europe! Tickets for the US shows are going to be available exclusively to the Fan Club. Please make sure you are signed up by February 1st. We expect to have everything solidified in the next week or so. As soon as everything is confirmed we will be posting the dates. So keep checking back. This is going to be a very busy 2010 and believe us, we are just getting started!”
Es gibt es auch neues aus dem Savatage-Lager: Wie das Classic Rock Magazine berichtet arbeiten Paul O’Neill und Jon Oliva derzeit an einer Broadwayumsetzung des 1989 erschienenen Albums Gutter Ballet: “We want to take it back to the original blues, gospel, Motown sound. For Savatage, you’ve got to metal it up. Jon and I are kind of psyched to be doing it because Broadway is something we’ve always wanted to take on”, so O’Neill. Weiterhin ist Re-Release von “Poets & Madmen“, ein weiteres Best-Of-Album (weitere Infos bei Whiskey Soda) und möglicherweise sogar ein komplett neues Album geplant! (Quelle: The News Star)
Eine Woche Wien – das volle (Touristen-)Programm mit Café-Häusern, Theater und Schnitzel.
Montagabend in Köln. Um 19.50 Uhr geht der Flieger nach Wien. Ganze acht Passagiere sind an Bord, mit dabei: ich und mein Bruder. Quasi ein Privatflug. Sehr nett. Kaum in Wien angekommen, schnappen wir uns unsere Koffer und fahren mit der U-Bahn nach Wien-Mitte (Landstraße), um von dort ein Taxi zum Hotel zu nehmen. In der U-Bahn sitzt uns ein nettes rumänisches Mädel gegenüber, das gerade aus London zurückgekehrt ist und so kommt es, dass wir – kaum in Wien angekommen – erstmal Englisch sprechen müssen.
Das Hotel befindet sich im 9. Bezirk, unweit der Votivkirche, in der Boltzmanngasse. Insgesamt ein netter Eindruck, hier und da besteht aber durchaus Renovierungsbedarf. Lustig war ein Erlebnis in der Hotelbar – dies fanden wir in seiner Gänze allerdings erst später heraus. Wir beziehen schnell die Zimmer und begeben uns noch in die Bar, um uns einen Schlummertrunk zu gönnen. Noch bevor wir platzgenommen haben, werden wir gefragt, was wir trinken wollen. “Ein normales – großes – Bier.” Gesagt, getan. Wir bekommen ein 0,5 l Bier. Zwei Tage später stellt sich heraus, dass es gar kein 0,5 l Bier auf der Karte gibt. Wir hatten das Bier zum selben Preis, wie das auf der Karte stehende 0,3l Bier bekommen. Das freut einen natürlich.
Tag 1
Am ersten Tag kaufen wir zunächst die “Wien-Karte”, die neben einem 72-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel auch einige Rabatte für verschiedenste Gastronomien und Museen beinhaltet. Um uns einen Überblick zu verschaffen, gehen wir zum Schwedenmarkt und starten von dort eine Rundfahrt mit der Ringtram. Dabei fährt die Tram einmal über den Ring und über Kopfhörer werden einem die Sehenswürdigkeiten erläutert. Mehr als einen schnellen Überblick bekommt man dabei aber nicht – immerhin die Kopfhörer dürfen wir behalten.
Anschliessend geht es zum Arsenal in das Heeresgeschichtliche Museum. Hier wird die österreichische Militärgeschichte vom Anfang der stehenden Heere (mit Pikenieren und Musketieren) über die Türkenkriege, die Napoleonischen Kriege, die Kaiserzeit und den ersten und zweiten Weltkrieg gezeigt. Eine spannende Tour, die sich für Militär- und Geschichtsinteressierte auf jeden Fall lohnt. Besondere Stücke sind dabei das Fahrzeug, in dem Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo erschossen wurde sowie die blutige Uniform, die er an jenem Tag an hatte. Dieses Ereignis gilt weithin als Auslöser des ersten Weltkriegs. Aus diesem Krieg sind weitere Exponate zu bestauen: Das berühmte deutsche Maschinengewehr 08/15, französische Chauchats, unterschiedlichste Varianten von Gewehren (Lee Enfield, Gewehr 98, etc.) mit und ohne Bajonett, verschiedenste Geschütze und Mörser. Im Sommer kann zudem ein Panzergarten besichtigt werden. Auch der zweite Weltkrieg wird ausgiebig behandelt. Ebenfalls mit vielen Originalstücken, von Uniformen, über Plakate und sogar eine Adolf-Hitler-Büste. Interessant ist außerdem der Teil über Österreich als Seemacht – mir war bisher garnicht bewusst, dass Venedig sowie Belgien einst zum Kaiserreich Österreich gehört hatten. Nach einem Mittagessen in den Arsenalsstuben – zu Touristenpreisen – geht es mehr oder weniger nur über die Straße zum Schloß Belvedere. Im Winter ist der Garten sich nicht ganz so schön, wie im Sommer, aber trotzdem einen Besuch wert. Die Kunstausstellungen im inneren des Schloßes schauen wir uns aber nicht an. Nach den obligatorischen Fotos geht es weiter über den Schwarzenbergplatz, an dem ein Denkmal für die Sowjetischen Soldaten im zweiten Weltkrieg steht, zum Karlsplatz und der berühmten Karlskirche. Von hier nehmen wir die Bahn zurück ins Hotel, um uns kurz auszuruhen und anschließend im Volkstheater der Aufführung von “Purple Rose of Cairo” beizuwohnen. Das Stück wird noch bis Ende Februar aufgeführt.
Tag 2
Der zweite Tag unserer Wien-Tour steht ganz im Zeichen des ersten Bezirks. Zu Fuß machen wir uns vom Hotel aus, über die Votivkirche, das Rathaus und das Burgtheater und das Parlament in Richtung Hofburg auf. Über Nacht hat Petrus die Stadt in zartes weiß getaucht. Wäre ich nicht mit meinem Bruder unterwegs könnten bei dieser Witterung, den alten Trams und den Fiakergespannen durchaus romantische Gefühle aufkommen. Im Hofburg-Café gönnen wir uns einen Mozartkaffee und einen Kaiserschmarrn. Anschließend geht es weiter in die Innenstadt, wo wir die Peterskirche besichtigen – interessant sind dabei die ausbordend geschmückten Gebeine zweier Heiliger, die man durch eine Glasscheibe in ihrem Schrein bewundern kann (-> Foto). Auch die Turmbesteigung in die Türmerstube des Steffls darf natürlich nicht fehlen – bei mehr als 300 Stufen allerdings entsprechend anstrengend.
Nach dem Ausblick, der aufgrund des Wetters doch etwas betrübt ausfällt, geht es schnell zum Michaelerplatz. Hier ist eine Führung durch das unbekannte, unterirdische Wien geplant. Nach einer kurzen Einführung anhand der römischen Ausgrabungen am Michaelerplatz geht es in die Michaelerkirche und die zugehörige Gruft. Aufgrund eine besonderen Belüftungstechnik sind hier viele der Leichname mumifiziert und gut erhalten. Unsere Führerin erläutert dabei mit viel Witz und Wissen die Geschichte und Hintergründe der Gruft. Da einige Särge offen sind, ist dies vielleicht nicht uneingeschränkt für alle Touristen geeignet, aber auf jeden fall interessant. So erfährt man etwa, warum viele Leichen aussehen, als würden sie schreien? Nach der Gruft – deren berühmtester “Bewohner” übrigens Pietro Metastasio ist – geht es in die Wirtschaftskeller des zugehörigen Klosters, wobei uns viel über die Geschichte der mehrere Stockwerke tiefen Keller in Wien und den damiteinhergehenden Probleme erzählt wird. Diese Führung lässt sich auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im legendären Café Sacher – bei gleichnamiger Torte – machen wir uns auf den Weg in den Stadtpark vorbei am Strauß-Denkmal und machen ein paar Fotos. Anschließend geht es wieder zurück ins Hotel, um nur noch kurz etwas zu essen und dann zu Bett zu gehen.
To be continued…
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