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Deutschland von oben

Durch Zufall bin ich gestern über die neue Terra-X-Serie im ZDF gestoßen. “Deutschland von oben” zeigt beeindruckende Bilder nach dem Vorbild des BBC-Formats “Britain from above”. Die Idee ist dementsprechend nicht neu, aber die Bilder sind nicht weniger faszinierend. Die erste Folge ist in der ZDF-Mediathek verfügbar. Folge zwei läuft am 30. Mai, Folge drei am 6. Juni. Eine DVD dazu ist geplant – ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

Deutschland von oben:

Britain from above:

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Song Interpretations: Trivium

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Wien

Eine Woche Wien – das volle (Touristen-)Programm mit Café-Häusern, Theater und Schnitzel.
Montagabend in Köln. Um 19.50 Uhr geht der Flieger nach Wien. Ganze acht Passagiere sind an Bord, mit dabei: ich und mein Bruder. Quasi ein Privatflug. Sehr nett. Kaum in Wien angekommen, schnappen wir uns unsere Koffer und fahren mit der U-Bahn nach Wien-Mitte (Landstraße), um von dort ein Taxi zum Hotel zu nehmen. In der U-Bahn sitzt uns ein nettes rumänisches Mädel gegenüber, das gerade aus London zurückgekehrt ist und so kommt es, dass wir – kaum in Wien angekommen – erstmal Englisch sprechen müssen.

Das Hotel befindet sich im 9. Bezirk, unweit der Votivkirche, in der Boltzmanngasse. Insgesamt ein netter Eindruck, hier und da besteht aber durchaus Renovierungsbedarf. Lustig war ein Erlebnis in der Hotelbar – dies fanden wir in seiner Gänze allerdings erst später heraus. Wir beziehen schnell die Zimmer und begeben uns noch in die Bar, um uns einen Schlummertrunk zu gönnen. Noch bevor wir platzgenommen haben, werden wir gefragt, was wir trinken wollen. “Ein normales – großes – Bier.” Gesagt, getan. Wir bekommen ein 0,5 l Bier. Zwei Tage später stellt sich heraus, dass es gar kein 0,5 l Bier auf der Karte gibt. Wir hatten das Bier zum selben Preis, wie das auf der Karte stehende 0,3l Bier bekommen. Das freut einen natürlich.

Tag 1

Am ersten Tag kaufen wir zunächst die “Wien-Karte”, die neben einem 72-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel auch einige Rabatte für verschiedenste Gastronomien und Museen beinhaltet. Um uns einen Überblick zu verschaffen, gehen wir zum Schwedenmarkt und starten von dort eine Rundfahrt mit der Ringtram. Dabei fährt die Tram einmal über den Ring und über Kopfhörer werden einem die Sehenswürdigkeiten erläutert. Mehr als einen schnellen Überblick bekommt man dabei aber nicht – immerhin die Kopfhörer dürfen wir behalten.

Anschliessend geht es zum Arsenal in das Heeresgeschichtliche Museum. Hier wird die österreichische Militärgeschichte vom Anfang der stehenden Heere (mit Pikenieren und Musketieren) über die Türkenkriege, die Napoleonischen Kriege, die Kaiserzeit und den ersten und zweiten Weltkrieg gezeigt. Eine spannende Tour, die sich für Militär- und Geschichtsinteressierte auf jeden Fall lohnt. Besondere Stücke sind dabei das Fahrzeug, in dem Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo erschossen wurde sowie die blutige Uniform, die er an jenem Tag an hatte. Dieses Ereignis gilt weithin als Auslöser des ersten Weltkriegs. Aus diesem Krieg sind weitere Exponate zu bestauen: Das berühmte deutsche Maschinengewehr 08/15, französische Chauchats, unterschiedlichste Varianten von Gewehren (Lee Enfield, Gewehr 98, etc.) mit und ohne Bajonett, verschiedenste Geschütze und Mörser. Im Sommer kann zudem ein Panzergarten besichtigt werden. Auch der zweite Weltkrieg wird ausgiebig behandelt. Ebenfalls mit vielen Originalstücken, von Uniformen, über Plakate und sogar eine Adolf-Hitler-Büste. Interessant ist außerdem der Teil über Österreich als Seemacht – mir war bisher garnicht bewusst, dass Venedig sowie Belgien einst zum Kaiserreich Österreich gehört hatten. Nach einem Mittagessen in den Arsenalsstuben – zu Touristenpreisen – geht es mehr oder weniger nur über die Straße zum Schloß Belvedere. Im Winter ist der Garten sich nicht ganz so schön, wie im Sommer, aber trotzdem einen Besuch wert. Die Kunstausstellungen im inneren des Schloßes schauen wir uns aber nicht an. Nach den obligatorischen Fotos geht es weiter über den Schwarzenbergplatz, an dem ein Denkmal für die Sowjetischen Soldaten im zweiten Weltkrieg steht, zum Karlsplatz und der berühmten Karlskirche. Von hier nehmen wir die Bahn zurück ins Hotel, um uns kurz auszuruhen und anschließend im Volkstheater der Aufführung von “Purple Rose of Cairo” beizuwohnen. Das Stück wird noch bis Ende Februar aufgeführt.

Tag 2

Der zweite Tag unserer Wien-Tour steht ganz im Zeichen des ersten Bezirks. Zu Fuß machen wir uns vom Hotel aus, über die Votivkirche, das Rathaus und das Burgtheater und das Parlament in Richtung Hofburg auf. Über Nacht hat Petrus die Stadt in zartes weiß getaucht. Wäre ich nicht mit meinem Bruder unterwegs könnten bei dieser Witterung, den alten Trams und den Fiakergespannen durchaus romantische Gefühle aufkommen. Im Hofburg-Café gönnen wir uns einen Mozartkaffee und einen Kaiserschmarrn. Anschließend geht es weiter in die Innenstadt, wo wir die Peterskirche besichtigen – interessant sind dabei die ausbordend geschmückten Gebeine zweier Heiliger, die man durch eine Glasscheibe in ihrem Schrein bewundern kann (-> Foto). Auch die Turmbesteigung in die Türmerstube des Steffls darf natürlich nicht fehlen – bei mehr als 300 Stufen allerdings entsprechend anstrengend.

Nach dem Ausblick, der aufgrund des Wetters doch etwas betrübt ausfällt, geht es schnell zum Michaelerplatz. Hier ist eine Führung durch das unbekannte, unterirdische Wien geplant. Nach einer kurzen Einführung anhand der römischen Ausgrabungen am Michaelerplatz geht es in die Michaelerkirche und die zugehörige Gruft. Aufgrund eine besonderen Belüftungstechnik sind hier viele der Leichname mumifiziert und gut erhalten. Unsere Führerin erläutert dabei mit viel Witz und Wissen die Geschichte und Hintergründe der Gruft. Da einige Särge offen sind, ist dies vielleicht nicht uneingeschränkt für alle Touristen geeignet, aber auf jeden fall interessant. So erfährt man etwa, warum viele Leichen aussehen, als würden sie schreien? Nach der Gruft – deren berühmtester “Bewohner” übrigens Pietro Metastasio ist – geht es in die Wirtschaftskeller des zugehörigen Klosters, wobei uns viel über die Geschichte der mehrere Stockwerke tiefen Keller in Wien und den damiteinhergehenden Probleme erzählt wird. Diese Führung lässt sich auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im legendären Café Sacher – bei gleichnamiger Torte – machen wir uns auf den Weg in den Stadtpark vorbei am Strauß-Denkmal und machen ein paar Fotos. Anschließend geht es wieder zurück ins Hotel, um nur noch kurz etwas zu essen und dann zu Bett zu gehen.

To be continued…

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Zombieland

Der erste Weihnachtstag eignet sich hervorragend, um ins Kino zu gehen. Und was bietet sich da besser an, als ein Zombiefilm? So hatten wir uns in diesem Jahr entschieden Zombieland, das Regiedebut von Ruben Fleisher, anzusehen. In den USA hatte der Film innerhalb kürzester Zeit 60 Millionen Dollar eingespielt und gilt damit als bisher kommerziell erfolgreichste Zombiefilm – noch vom dem Dawn of the Dead Remake von Zack Snyder aus dem Jahr 2004.

Der Film behandelt das apokalyptische Thema einer Zombieepidemie in den USA. Eine typische Anti-Utopie. Leider werden die Verhältnisse in den anderen Staaten der Erde nicht explizit erwähnt. Es mag aber gut sein, dass dort ebenfalls Zombies herumvagabundieren. Die USA werden zumindest als “United States of Zombieland” vorgestellt. Nun aber zum Film selbst. Der Held des Films, dessen richtigen Namen man nicht erfährt – jeder wird nach seinem Herkunfts- oder Zielort benannt -, hört auf den Namen Columbus (nach der Stadt Columbus in Ohio) und wird gespielt von Jesse Eisenberg. Man könnte ihn als den typischen Nerd bezeichnen, der zuhause sitzt, World of Warcraft spielt, Pizza verschlingt, keine Freunde hat und von Frauen nur träumen kann. Durch seine Übervorsichtigkeit gelingt es im jedoch, nicht von Zombies gebissen zu werden – was ihm bei der ersten Begegnung mit einem Zombie allerdings nur knapp gelang. Auf dem Weg nach Columbus in Ohio trifft er auf Tallahassee, einen echten Draufgänger, der zwar kein direktes Ziel hat, aber schnell noch alle Twinkies essen möchte, bevor deren Verfallsdatum abläuft. Auf der Suche nach eben jenen Twinkies fallen die beiden im Supermarkt auf den Trick zweier Schwestern rein, die sich bereits vor der Epidemie mit Betrug durchgeschlagen haben. Trotz verschiedenster Komplikationen, die dies mit sich bringt, fahren alle vier gemeinsam nach Beverly Hills, in das Haus von Bill Murray, der einen hervorragenden Cameo-Auftritt bietet. Das große Finale spielt sich im fiktiven Freizeitpark Pacific Playland ab.

Besonderen Witz erhält der Film durch die 47 Überlebensregeln, von denen allerdings nur wenige Erwähnung finden. Aber immer, wenn eine dieser Regeln angewendet wurde, so erscheint sie irgendwo im Hintergrund. Somit wird das ganze zu einem gelungenen Running-Gag. Insbesondere die Spannungen zwischen Columbus und Tallahassee sowie zwischen den beiden Männern und den Schwestern geben regelmäßig Grund zum Lachen. Die Story ist an sich gut durchdacht, wenn auch das Finale im Freizeitpark gegenüber dem Rest des Films eher schwächelnd daher kommt.

Aufgrund der Effekte mit kotzenden, bluttriefenden, spuckenden Zombies ist der Film sicher nichts für zarte Gemüter, aber für Zombiefans auf jeden Fall ein Muss. Ich denke, wer Snyder’s Remake von Dawn of the Dead mochte, der wird diesen Film lieben. Ich habe vergangene Woche auch Avatar von James Cameron gesehen, der zwar mit vielen Effekten aufwartet, aber von der Story doch sehr einfach und voraussehbar ist. Keine Frage, die Story von Zombieland ist auch einfach – aber bei einem Zombiefilm erwarte ich auch nicht mehr. Avatar wirkt für mich, als hätte man eine einfache Story stricken müssen, die jedem gefällt, damit man die enormen Produktionskosten wieder reinbekommt. Sollte ich mich für einen von beiden entscheiden müssen, dann ist Zombieland für mich auf jeden Fall ein Highlight dieses Jahres. DVD wird schonmal vorbestellt.

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